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Es gibt
ungefähr 730 Tintenfischarten (Cephalopoda - Kopffüßer), zu ihnen zählen die
größten Wirbellosen (Architeuthis princeps wird z.B. bis 22 m lang). Das
auffälligste Merkmal ist der sogenannte Kopffuß (Cephalopoda = "Kopffüßer"), in
dem Kopf und Fuß verschmolzen sind. Er trägt die Augen und 8 (Octobrachia) oder
10 (Decabrachia), saugnapfbewehrte Arme, welche die Mundöffnung umstehen. Die
urtümlichen Perlboote (Nautilus) tragen 82 bis 90 Fangarme (Cirren genannt), die
ringförmig um die Mundöffnung angeordnet sind. Entsprechend ihrer Aufgabe lassen
sich die Fangarme, die nicht wie bei den Kraken, Sepien oder Kalmaren mit
Saugnäpfen, sondern mit Haftpolstern versehen sind, in Geschmacks- und Greifarme
einteilen.
Systematische Einteilung: Vierkiemige Tintenfische
(Tetrabranchiata), heute nur noch mit der Gattung Nautilus vertreten.
Zweikiemige Tintenfische (Dibranchiata), diese wiederum unterteilt in
Achtarmige Tintenfische (Octobrachia - Krakenartige und Papierboot [Argonauta]),
und in die Zehnarmigen Tintenfische (Decabrachia - Sepien und
Kalmare).
Nautilus ist die einzige überlebende Gattung, der seit dem
Silur verbreiteten Ordnung der Nautiloidea, die ein äußeres schneckenförmiges
Gehäuse besitzen, das in mehrere Kammern geteilt ist. Alle anderen dieser
Gattung sind bereits im Erdaltertum ausgestorben. Die Kammern des Gehäuses sind
durch einen Siphon miteinander verbunden. Die Tiere leben in der größten,
zuletzt gebildeten Kammer. Das Gehäuse dient zum Schutz und als Auftriebskörper.
Der Nautilus kann sich in sein Gehäuse zurückziehen und die Öffnung mit einer
harten Kappe verschließen. Der Auftrieb wird durch wechselnde
Flüssigkeitsfüllungen der Kammern kontrolliert. Dieses wird durch einen
osmotisch funktionierenden Mechanismus bewerkstelligt. Da diese osmotische Pumpe
gegen den äußeren Wasserdruck arbeiten muß, ist die maximale Tauchtiefe dieser
Tiere auf ca. 300 m (lt. Saunders und Ward, 1987) begrenzt. Sie kann nur
kurzzeitig unterschritten werden. Bei einer Wassertiefe von ca. 800 m implodiert
das Gehäuse. Als weitere Besonderheit besitzen die Augen der Nautiliden, im
Gegensatz zu den anderen Tintenfischen, welche hochentwickelte Linsenaugen
besitzen, keine Linse, sondern Gruben- oder Lochaugen. Bei den Perlbooten sind
diese Grubenaugen auffallend groß. Die Lichtstrahlen fallen durch das Sehloch
auf eine gut entwickelte Netzhaut. Solche Grubenaugen sind mit einer Lochkamera
vergleichbar. Sie erzeugen noch kein scharfes Abbild der Umgebung. Die
Leistungsfähigkeit dieses Augentyps ist vor allem auf die Wahrnehmung von
Helligkeitsunterschieden und das Erkennen von Bewegung beschränkt. Die
Nautiliden sind muskulöse aber langsame Schwimmer. Die Fortbewegung beruht auf
dem Rückstoßprinzip - Verengung der trichterförmigen Wasserausstoßdüse und
Zurückziehen des Kopffußes in die letzte Kammer des Gehäuses (Kolbenwirkung),
dadurch wird das Wasser schnell durch diese Düse nach außen gedrückt und das
Tier in die entgegengesetzte Richtung bewegt.
Der Lebensraum dieser Tiere
ist auf den Indo-Pazifik begrenzt. Nur folgende sechs Arten repräsentieren
diese einzigartigen noch heute lebenden Fossilien aus der Urzeit der
Erde.
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Nautilus belauensis Nautilus macromphalus Nautilus
pompilius Nautilus repertus Nautilus scrobiculatus Nautilus
stenomphalus
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(A. Eisner)
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